Auszeichnungsfeier der 60. Bodenbündnis Gemeinde

Auszeichnungsfeier in Ried im Innkreis

Foto: Stadtgemeinde Ried

Ried im Innkreis, Linz. Boden ist die Basis unseres Lebens und ein wichtiger Klimafaktor. Darum setzt sich das Bodenbündnis für eine nachhaltige Bodenpolitik vor Ort ein und konnte heute (18.9.) die Stadtgemeinde Ried als 60. Bodenbündnis-Gemeinde in Oberösterreich begrüßen.


Wir bauen auf dem Boden unsere Lebensmittel an, er filtert und säubert unser Trinkwasser, speichert mehr Kohlenstoff als die gesamte Pflanzenwelt und schützt uns auch vor Überschwemmungen. Aber immer noch wächst die Verkehrs- und Siedlungsfläche in Oberösterreich täglich um rund zwei Hektar. „Böden kommt beim Klimaschutz eine enorme Bedeutung zu, denn sie speichern mehr CO2 wie die Pflanzen weltweit. Aber auch bei der Klimawandelanpassung brauchen wir gesunde, unverbaute Böden, um Starkregenereignisse abzupuffern und uns mit hochwertigen regionalen Lebensmitteln zu versorgen“, sagt Gerlinde Larndorfer vom Klimabündnis OÖ.


Gemeinden spielen beim Bodenschutz eine wichtige Rolle, denn sie entscheiden in der Raumplanung über die Bodennutzung, sind verantwortlich für die öffentlichen (Grün-)flächen und sind Schnittstelle zur Bevölkerung. Das Bodenbündnis setzt an diesen Punkten an, um auf die enorme Bedeutung des Bodens aufmerksam und bewusst erlebbar zu machen. Mit dem Beitritt der Stadt Ried im Innkreis erhöht sich die Mitgliederzahl in OÖ auf 60 Gemeinden und Städte. Damit leben bereits 37 % der OÖ Bevölkerung in Bodenbündnis-Gemeinden. Darüber hinaus bekennen sich auch schon 6 Organisationen und Betriebe zu den
Zielen des Bodenbündnisses.


„Als Klimabündnis-Gemeinde ist es uns ein besonderes Anliegen, dem Boden noch mehr Bedeutung zukommen zu lassen. Der Erhalt von Grünflächen und Grünkorridoren, aber auch die Sicherung unserer Böden für die Erzeugung gesunder, regionaler Lebensmittel ist mir dabei ein besonderes Anliegen", sagte Bürgmeister Albert Ortig bei der Übergabe der Bodenbündnis-Tafel.
Neben der Bewusstseinsbildung mit Vorträgen, Workshops an Schulen und Bodentagen steht die Beratung der Mitgliedsgemeinden im Zentrum. Dabei geht es um den Einsatz von Bodenfunktionskarten, dem Verzicht auf bodenschädigende Pestizide oder das Engagement als „Bienenfreundliche Gemeinde“.


Das Land OÖ ist als erstes Bundesland dem Bodenbündnis europäischer Städte und Gemeinden beigetreten und hat dieses von Beginn an mit aufgebaut und finanziell unterstützt. Gemeinden und Ihre Bürger/innen können viel für Bodenschutz tun. Bei der Raumplanung, der Anlage und Pflege der Grünflächen oder jede(r) in ihrem/seinem Hausgarten. Daher freue ich mich darüber, dass Ried im Innkreis beigetreten ist und bereits 60 Gemeinden und Städte in OÖ aktiv für Boden und Bodenschutz eintreten“, erklärt Renate Leitinger vom Land OÖ und Vorstandsmitglied des Internationalen Bodenbündnis-Vereins.

nach oben

X

Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich mit dem Einsatz von Cookies einverstanden. Mehr Informationen