Naschhecke

Naschgarten Volkschule Hohenzell

Anfang Mai im Jahre 2016 wurde ein Naschgarten entlang eines Fahrradabstellplatzes gepflanzt.

Eine Hecke ergibt bunt gemischt ein lebendiges Gesamtbild. Wünschenswert wäre es wenn über das Jahr verschiedene Blühaspekte, Laubfärbungen und Fruchtbehang einander Abwechseln. Sie dienen einer Vielzahl von Kleinsäugetieren, Vögeln und Insekten als Lebensraum, gliedern auf kostengünstige Weise den Raum und sorgen für Wind- und Sichtschutz.

Bei einer Naschhecke liegt das Hauptaugenmerk natürlich beim Fruchtbehang, es kann aber trotzdem durch einen gezielten Unterwuchs mit Blühpflanzen der Blühaspekt erzielt werden.

Zuvor wurden grundlegende Fragen geklärt:

·         Wer übernimmt die Pflege der Hecke?

Die Pflege erfolgt im Rahmen der Nachmittagsbetreuung und die Projektleiterin erklärte sich bereit, in die Sommerferien darauf zu achten. Außerdem wurde die Form so gewählt das möglichst wenig Pflege entsteht.

·         Was geschieht mit dem Obst in den Ferien?

Bei den Sorten wurden jene bevorzugt die hauptsächlich vor oder nach den Ferien Früchte bilden.

An dieser Schule wurden die Stauden gespendet und/ oder Ableger gesammelt somit entstanden keine Kosten.

Als Sträucher ausgewählt:

·         Johannisbeere

·         Himbeere

·         Brombeere

·         weiße und rote Ribisel

·         Weinrebe

·         Taybeere

·         Stachelbeere

·         Gartenheidelbeere

(Weitere mögliche Sträucher wären: Haselnuss, Schwarzer Holunder, Dirndlstrauch, Berberitze und Felsenbirne)

Ziel war es bereits zum Schulschluss die ersten Früchte zu ernten.

Rund um die Sträucher sollten auch Bodendecker-Erdbeeren gepflanzt werden, um den Aufwuchs von Unkräutern zu unterdrücken. Kapuzinerkresse und Ringelblumen wurden gesät um den Blühaspekt zu verstärken und auch den Boden zu schützen und zu verbessern.

Das Fazit der Schule lautete „Die ersten Früchte – Erdbeeren, Gartenheidelbeere, Taybeere, Ribisel konnten sofort genascht werden. Mittlerweile ist ein fast vollständiger Pflanzenbewuchs der Rabatte gegeben.

Die Pflanzen verschönern nicht nur die Schulwiese, sondern die Kinder können täglich das Wachsen beobachten und kümmern sich freiwillig weiter um die Setzlinge. Fast in jeder Pause besuchen die Kinder, die von ihnen gepflanzten Erdbeeren und gesäten Blumen. Es war ein Erlebnis zu beobachten, wie die Samen keimten und zu bunten Blumen heranwuchsen.“

Im Rahmen des vertiefenden Jahresschwerpunkts „Back to the roots – Zurück zur Natur“ wurde von der Volksschule dieser Naschgarten angelegt. Neben diesem wurde auch noch ein Gemüsehochbeet bepflanzt, „Schmetterlingsblumen“ in die Wiese gesät, Insektenhotels gebaut, eine Kräuterspirale mit Großeltern

Der Schule legte Wert darauf keine komplexen und für die Schüler unlösbare Aufgaben ins Projekt aufzunehmen da der Garten eine selbstständig zu bewältigende Aufgabe sein und bleiben sollte.

Es wurden mehrere innovative Lernformen durch dieses Projekt in den Schulalltag integriert. (Handlungsorientierter Unterricht, Lernen mit allen Sinnen (Pestalozzi), fächerübergreifendes, selbstständiges und kooperatives Lernen, neue Lernform „Projektunterricht“

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