Bodenschutz im Garten

Der Erhalt und Schutz unserer Bodenfruchtbarkeit ist auch im eigenen Garten ein ganz wichtiges Thema. Gesunde Gartenböden liefern gesundes Obst und Gemüse und bieten vielen Tier- und Pflanzenarten einen geschützten Lebensraum.

Gute Gartenböden leben und sind krümelig

Erosion, Versalzung, Verdichtung, Übernutzung, Kontamination, Wüstenbildung...all diese negativen Einflüsse haben auf das Bodenleben und deren Fruchtbarkeit gravierende Auswirkungen.
Weltweit setzen sich daher WissenschaftlerInnen, GärtnerInnen, PermakulturistInnen, Bauern und BäuerInnen... für den Erhalt und Schutz der Bodenfruchtbarkeit ein.
Auch im eigenen Garten hat jedeR die Möglichkeit einen Beitrag dazu zu leisten.

Wichtige Maßnahmen für den Bodenschutz sind daher:

die Kompostierung:

Die biogenen Garten und Küchenabfälle enthalten jene Nährstoffe, welche die Gartenböden und Pflanzen brauchen. Die Kompostierung belässt die biogenen Abfälle im Naturkreislauf und leistet damit natürlichen Bodenschutz. Kompost ist ein hochwertiger Dünger, der die krümelige Bodenstruktur aufbauen und schützen hilft. Der ausgebrachte Kompost beimpft Böden und Pflanzen mit Leben und schützt vor Krankheiten.
Kompost soll nur oberflächlich eingearbeitet werden, um das Bodenleben darunter nicht durcheinander zu bringen.

Hier finden Sie Anleitung und Tipps zur Kompostherstellung und einen Folder der Umweltprofis zum Thema.


die schonende Bearbeitung der Gartenböden:

Bei der Bearbeitung den Boden nur in den oberen Zentimetern lockern, damit dieser belüftet und für Wasser durchlässig wird. Der Boden soll dabei trocken sein um ihn nicht zu verdichten, denn trockener Boden ist mit der Hand kaum zerdrückbar.
Zum Schutz der Bodenlebewesen sollte man den Boden jedoch nur dann umgraben, wenn es unbedingt notwendig ist.


kontrolliertes Gießen und das Halten des Wassers am Grundstück:

Damit eine ausreichende Wasserversorgung gewährleistet ist, brauchen die Pflanzen einen optimal durchfeuchteten Boden. In der Wachstumszeit soll die Bodenfeuchte so sein, dass der Boden nur schwer knetbar und nicht klebend ist. Ein Zeichen für zu feuchte Böden ist, wenn dieser bis in Spatentiefe nass und klebrig ist.

Um Wasser nicht zu verschwenden, soll es so lange als möglich am Grundstück gehalten werden.
Dazu finden Sie hier von Permakulturist Beat Rölli ein paar Möglichkeiten aufgelistet.

Eine Möglichkeit ist das Anlegen von Swales:

Ein Swale ist ein Wasserrückhaltegraben zum Ernten von Regenwasser in einem Gelände mit Neigung. Sie stauen und speichern Wasser.
Das ist die natürlichste, vorteilhafteste und günstigste Variante um Wasser zu speichern. Der Unterschied zu normalen Sickergraben besteht vor allem in der Funkion. Der Sickergraben hat zum Ziel, dass das Wasser verschwindet, der Swale wird jedoch so angelegt, dass das Wasser in die oberene Erdschichten talwärts eindringt und so den Erdkörper bewässert.


die zusätzliche Förderung der Bodenfruchtbarkeit:

Ergänzend zur Kompostaufbringung fördert auch
das Mulchen,
die Gründüngung,
der Fruchtwechsel und Mischkulturen
die Bodenfruchtbarkeit.

Unseren Folder zum Thema "Bodenschutz im Hausgarten" finden Sie unter der Rubrik Downloads und Artikel

Zum Thema Bodenschutz bietet das Bodenbündnis auch Workshops für Kinder und Jugendliche an. Sollten Sie daran Interesse haben, finden Sie hier weitere Informationen.

offene Böden sind verstärkt den widrigen Umwelteinflüssen ausgeliefert
Bild: Doris Seebacher
Swale Diagramm von Permakulturist Adrian Buckley
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