Ab auf den Acker: Jetzt wird gepflanzt!

Die Kinder der Volkschule Pram pflegen und ernten heuer ihr eigenes Bio-Gemüse. Auf 100 Quadratmeter werden rund 30 verschiedene Gemüsesorten betreut und die Ernte in der Schule verkocht. Themen wie Regionalität, gesunde Ernährung, Lebensmittelsicherheit aber auch Boden und Wetterphänomene (Klimawandel) werden hautnah erlebbar.

Vlnr. LR Stefan Kaineder, Bgm. Katharina Zauner (Pram), Norbert Rainer (Klimabündnis OÖ), Peter Klein (Schulleiter VS Pram), Christoph Musik (Ackerdemia) und im Hintergrund einige Schüler/innen der Volksschule Pram (Foto: Land Oö)

Mangold, Palmkohl und Co. wurden bereits gepflanzt. Nach den Eisheiligen folgten die bei Kindern beliebtesten Gemüsesorten wie Gurke, Tomate und Zucchini.

Toll, dass die Kinder soviel verschiedenes Gemüse und landwirtschaftliche Grundsätze kennen lernen – das bereichert ihr späteres Leben!“, lobt Prams Bürgermeisterin Katharina Zauner, selber Landwirtin, das Schulgartenprojekt. Sichtlich begeistert ist auch VS Direktor Peter Klein: „Oft muss man aktiv etwas bewegen, um selbst im Herzen „bewegt“ zu werden. Da kommen die Arbeit am Acker und mit den Gemüsepflänzchen für uns als Bewegte Schule gerade recht. Sowohl die Kinder als auch wir Lehrer/innen freuen uns auf die Beschäftigung im Freien.

Mit der Volkschule Pram starten heuer zehn weitere Schulen in Oberösterreich, Salzburg und Bayern das nachhaltige Bildungsprojekt „AB220 GABEL“. In Oberösterreich werden auch die Volksschule Mondsee sowie die Neuen Mittelschule Obernberg am Inn durch das Klimabündnis, BIO AUSTRIA sowie Ackerdemia e.V. betreut. Gefördert wird das Projekt durch das EU Programm Interreg sowie durch das Land Oberösterreich und das Land Salzburg.

Geschmack wird in der Kindheit geprägt. Wachsen unsere Kinder ausschließlich mit Fast Food und Fertigprodukten, fleisch- und wurstdominierter Küche und überzuckerten Getränken auf, lernen sie den natürlichen Geschmack von Gemüse und Bio gar nicht kennen und schätzen. Mit Projekten wie diesem, wollen wir Kindern und Jugendlichen die Chance geben, sich bewusst für gesunde und umweltschonende Ernährung entscheiden zu können“, freut sich LR Kaineder, der das Ernährungsbewusstsein von klein auf stärken möchte und gesunde Ernährung in den Schulen verstärkt zum Thema machen wird.

Die Nachhaltigkeit des Projekts wird durch kindgerechtes Lernmaterial, grenzüberschreitende Vernetzung, Exkursionen zu Bio-Betrieben und eine Ausbildung der Schulkinder zu „Gemüsebotschafter/innen“ sichergestellt. Ziel ist es langfristig die Wertschätzung für regionale und biologische Lebensmittel zu steigern, um ein gesundes Ernährungsverhalten zu verankern.

LR Kaineder: „Ich durfte heute in Pram selbst erleben, mit welchem Interesse und Tatendrang die Volksschulkinder ihren eigenen Schulgarten unter der professionellen Unterstützung vom Klimabündnis, BIO AUSTRIA und dem Verein Ackerdemia anlegen und pflegen. Dabei wird den Schüler/innen auf spielerische Weise der Wert von Lebensmitteln vermittelt. Sie sehen, wie viel Arbeit und Zeit im Gemüseanbau steckt und können zum Abschluss ihr eigenes Gemüse ernten und verkosten. Ich bedanke mich bei den Projektpartner/innen und vor allem auch bei den engagierten Lehrer/innen, die dieses großartige Projekt möglich machen!

Begleitet wurde die Pflanzaktion von HT1 - das Video finden Sie hier.

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