Unser Boden ist wertvoll - Tipps für die Gartensaison

Ob in der Landwirtschaft, im Wald oder beim Garteln – wer mit Boden arbeitet weiß, dass es sich um eine wichtige Ressource handelt. Um einen gesunden Boden zu erhalten, helfen folgende Tipps:

Hände mit Schaufel mit Erde
© Klimabündnis Tirol

Der Boden leistet lebenswichtige Dienste für uns Menschen: Er reinigt das Trinkwasser, ist Grundlage für unsere Nahrung, sichert die Artenvielfalt und schützt uns vor Naturgefahren. Aber nicht nur das: Der Boden ist auch ein wichtiger Verbündeter im Klimaschutz. Ein achtsamer Umgang ist wichtig.

Artenreichtum erhalten

  • Finger weg von chemischen Pestiziden wie Glyphosat und Mineraldüngern.
  • Beim Kauf von Blumenerde sollte auf den Hinweis „torffrei“ geachtet werden, da für die Gewinnung von Torf Moore verloren gehen, die ein besonders wichtiger Kohlenstoffspeicher sind.
  • Zudem können Gartenfans für Bienen und andere Nützlinge Lebensraum schaffen: Nektarreiche Pflanzen, Totholz, Laubhaufen und Nistplätze.
  • Auch durch den Einkauf von biologischen Lebensmitteln können wir einen wichtigen Beitrag zum Schutz von Boden und Wasser leisten, da für die Produktion keine Mineraldünger, Pestizide oder Herbizide zum Einsatz kommen.

Bodenschutz ist Klimaschutz

Weil der Boden CO2 – also Kohlenstoffdioxid – speichert, ist er ein wichtiger Verbündeter gegen die Klimakrise. Das funktioniert aber nur, solange der Boden frei – also unverbaut – bleibt. Deshalb sollten möglichst viele Grünflächen in unserer Wohnumgebung bewahrt oder geschaffen werden.

Neben der Speicherung von CO2 entstehen weitere Vorteile: Im Sommer wird die Umgebung gekühlt und bei starken Niederschlägen kann das Wasser besser versickern. Die Gefahr eines Hochwassers sinkt.

Wussten Sie, dass…

… im Boden zweimal mehr Kohlenstoff gespeichert wird als in der Atmosphäre?

... in einem Kubikmeter gesundem Boden ca. 200 Liter Wasser gespeichert werden können?

… in Tirol täglich ein Fußballfeld (ca. 0,6 Hektar) freie Bodenfläche versiegelt wird?

… alleine in Tirol über 60 verschiedene Gemüsesorten angebaut werden?

… in Österreich bereits rund 20 % der landwirtschaftlichen Betriebe biologisch arbeiten?

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