Boden - Basis unseres Lebens

Während Klimaschutz, Gewässerschutz oder Naturschutz bereits selbstverständliche Ziele in Politik und Verwaltung sind, hinkt der Bodenschutz dieser Entwicklung hinterher. Dabei ist der Boden eine der wichtigsten Lebensgrundlagen für uns Menschen und eine endliche Ressource. Er ist die Basis für unsere Ernährung, Lebensraum für die Bodenbewohner, filtert Schadstoffe und schützt damit das Grundwasser. Außerdem speichert Boden Regenwasser und hilft damit Überschwemmungen vorzubeugen – Wasser kann sich regenerieren, Luft kann wieder sauber werden. Verdichteter oder versiegelter Boden ist im Gegensatz dazu für die kommenden Generationen in seinen Funktionen verloren oder zumindest stark eingeschränkt.

Bodenschutz in der Gemeinde – Handlungsmöglichkeiten für die Praxis


Den Gemeinden kommt beim Umgang mit Boden eine wesentliche Rolle zu: In der örtlichen Raumplanung werden wesentliche Entscheidung zur zukünftigen Bodennutzung getroffen, sie bewirtschaften eigene öffentliche Flächen und Grünräume und können als Schnittstelle zu den BürgerInnen und Betrieben eine Vorbildfunktion übernehmen.

Die Fragestellungen und Herausforderungen in der kommunalen Bodenpolitik sind sehr vielfältig und unterschiedlich. Gemeinden und Städte in Zentralräumen müssen unter anderem den stetigen Einwohnerzuwachs bewältigen, Wohnraum schaffen und Betriebsansiedelung ermöglichen. Ländliche Gemeinden sind hingegen teilweise von Abwanderung und dem Wunsch nach großen Parzellen für den Einfamilienhausbau betroffen. Viele Gemeinden kämpfen mit der Verödung ihrer Dorf­ oder Stadtkerne, Zersiedelung und dem Verlust von landwirtschaftlichen Flächen. Für alle Gemeinden ist es wichtig, sich auf den Klimawandel einzustellen und Anpassungsmaßnahmen durch den z. B. den Erhalt von Böden, die Schaffung und den Erhalt von Grünraumen als Wasserspeicher, Temperaturregulator, Frischluftschneise und Luftbefeuchter.

Es gibt kein Patentrezept für einen vorsorgenden quantitativen und qualitativen Bodenschutz in der Gemeinde. Wir können Ihnen hier nur eine Auswahl von Handlungsmöglichkeiten für die Praxis aufzeigen und Sie einladen Boden in Ihren Gremien und der Verwaltung Ihrer Kommune zu einem Thema zu machen und in Ihre Entscheidungen einzubinden!

  •    Machen Sie sich klar: Boden ist ein wertvolles Schutzgut    mit begrenzter Verfügbarkeit.
  •    Denken Sie langfristig. Boden braucht Weitsicht,    weil er sich in menschlichen Zeiträumen nicht regeneriert.
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